On Fri, May 08, 2009 at 05:04:58PM +0200, Frank Jäger wrote:
Hallo, ich habe mal eine Weile versucht, eine einfache (bezahlbare) Möglichkeit für den DGPS-Einsatz zu finden.
Das folgende weiß ich noch davon:
Die Korrekturdaten schwanken ständig. Es müssen natürlich die zeitlich passenden Daten verwendet werden. Es gibt daher zwei Möglichkeiten:
(A) Nachbereitung der Daten am heimischen PC (B) "Live"-Zugriff auf aktuelle Korrekturdaten
Für (A) wäre es notwendig, dass nicht nur das "fertige" (GPX-) Ergebnis gespeichert wird, sondern die Signale jedes einzelnen Satelliten. Das leisten die handelsüblichen Geräte "für Wanderer" nicht. Profi-Geräte sind um ein Vielfaches teurer.
Für (B) gibt es die Möglichkeiten:
Ich finde den Live einsatz eigentlich am spannensten. Auch z.b. die diversen U-blox chipsets wie z.b. im Wintec WBT-201 muessten DGPS daten fressen koennen. D.h. via ntrip abholen und via gpsd da reinfuettern.
B1) Empfang von RASANT-Daten über UKW (z.B. WDR). Notwendig ist ein RASANT-Decoder mit dessen Kaufpreis die Nutzungsgebühr für den Datendienst abgegolten ist. RASANT ist ein Dienst des (ehem.) LVermA NRW, mit mehreren Referenzpunkten in NRW.
B2) Ein Internetdienst, der aktuelle Korrekturdaten bereit hält. So eine Verbindung könnte "im Felde" z.B. über eine Handy-Flat aufgebaut werden. Dann muss noch Handy mit GPS-Gerät verbunden werden (Bluetooth?).
Jemand, der es wissen muss [1], hat mit Blick auf mein Garmin "GPS60" mal gesagt, damit wäre DGPS möglich, weil das noch die passende Schnittstelle hat (der große runde Stecker auf der Rückseite mit den 4 in Quadrat angeordneten Kontakten). Die moderneren Geräte hätten nur noch USB, damit ginge es nun nicht mehr ..?
Aeh ? Quatsch - Der Grosse runde Stecker ist eine Serielle Schnittstelle und zusaetzlich Stromversorgung die genau dasselbe kann bzw nicht kann was auch die USB/Seriell emulation kann. http://www8.garmin.com/products/gpsmap60/spec.html Sagt das der GPSMap 60 RTCM 104 Daten nimmt - Also muesste das dingen DGPS faehig sein - Grundsaetzlich muessten alle chipsets die EGNOS/WAAS koennen auch DGPS koennen. Ob die das lesen/parsen koennen auf der seriellen ist eine andere geschichte.
Mit den Diensten vom Land (Referenzpunkt kann 100 km entfernt sein) kommt man auf Genauigkeiten um 1m, was für OSM voll ausreichend wäre.
Die Vermesser mit ihren Trimbles und Co kommen in den centimeter bereich. Natuerlich mit Empfaengern jenseits der 1000 Euronen die dann auch noch eine gleichteure Antenne brauchen.
Ein Dienstleister aus Bielefeld [2], der Software für große landwirtschaftliche Betriebe macht, hat mir mal erläutert, dass die Bauern sich eigene Referenz-Signale schaffen. Am Feldrand wird ein Sender auf einen eingemessenen Punkt gestellt. Das Signal wird per Funk zum Trecker (heißt das noch so ?) übertragen. Schließlich bräuchte man zum Pflügen usw. ja CM-Genauigkeit (!), da würden die Landesdienste nicht ausreichen. Mir wurde erklärt, ein Trecker könne heute prinzipiell auch ohne Bauer pflügen, aber leider verlangt der deutsche TÜV, dass der Trecker anhält, wenn der Bauer vom Sitz kippt (Sensor im Sitz).
Trecker ist Schlepper - aber schon seit ewigkeiten :) Die Landesdienste kommen ebenfalls in den cm bereich - Nur sind die halt nicht gerade guenstig. http://www.sapos.de/ http://www.lverma.nrw.de/produkte/raumbezug/sapos/dienste/HEPS.htm http://www.lverma.nrw.de/produkte/raumbezug/sapos/dienste/GPPS.htm Ich meine 10cent/min bis max 120Euro/Monat wenn ich mich richtig erinnere - Finde es spontan nicht ... Und bei deinem Referenzdingen scheint es sich um einen 2 Frequenz Empfaenger zu handeln - Nicht billig - Mir war auch nicht bewusst das es die ueberhaupt fuer Zivile nutzung gibt ... Flo -- Florian Lohoff flo@rfc822.org +49-171-2280134 Those who would give up a little freedom to get a little security shall soon have neither - Benjamin Franklin