Hendrik schrieb:
Verstehe ich das richtig, dass also bei DGPS, zusätzlich zum GPS Signal, auch Refferenzsignale aus der Umgebung mit in die Berechnung einfließen und so die genauigkeit gesteigert werden kann? Was hat es mit diesen DGPS Signalen über das NTRIP auf sich? Warum brauch ich noch Daten aus dem Internet?
grüße hendrik
Florian Lohoff schrieb:
Hi, ich habe in einer NTRIP Beispielliste diese NTRIP Quelle gesehen ... TR;UMME0;Ummeln;RAW;Compact(1);2;GPS+GLO;ascos;DEU;51.98;8.46;0;0;Javad Legacy E;none;B;N;3600;ALLSAT
http://ascos.ruhrgas.de bzw dessen weiterleitung:
http://www.ascos.de/ ... Flo
Hallo, ich habe mal eine Weile versucht, eine einfache (bezahlbare) Möglichkeit für den DGPS-Einsatz zu finden. Das folgende weiß ich noch davon: Die Korrekturdaten schwanken ständig. Es müssen natürlich die zeitlich passenden Daten verwendet werden. Es gibt daher zwei Möglichkeiten: (A) Nachbereitung der Daten am heimischen PC (B) "Live"-Zugriff auf aktuelle Korrekturdaten Für (A) wäre es notwendig, dass nicht nur das "fertige" (GPX-) Ergebnis gespeichert wird, sondern die Signale jedes einzelnen Satelliten. Das leisten die handelsüblichen Geräte "für Wanderer" nicht. Profi-Geräte sind um ein Vielfaches teurer. Für (B) gibt es die Möglichkeiten: B1) Empfang von RASANT-Daten über UKW (z.B. WDR). Notwendig ist ein RASANT-Decoder mit dessen Kaufpreis die Nutzungsgebühr für den Datendienst abgegolten ist. RASANT ist ein Dienst des (ehem.) LVermA NRW, mit mehreren Referenzpunkten in NRW. B2) Ein Internetdienst, der aktuelle Korrekturdaten bereit hält. So eine Verbindung könnte "im Felde" z.B. über eine Handy-Flat aufgebaut werden. Dann muss noch Handy mit GPS-Gerät verbunden werden (Bluetooth?). Jemand, der es wissen muss [1], hat mit Blick auf mein Garmin "GPS60" mal gesagt, damit wäre DGPS möglich, weil das noch die passende Schnittstelle hat (der große runde Stecker auf der Rückseite mit den 4 in Quadrat angeordneten Kontakten). Die moderneren Geräte hätten nur noch USB, damit ginge es nun nicht mehr ..? Mit den Diensten vom Land (Referenzpunkt kann 100 km entfernt sein) kommt man auf Genauigkeiten um 1m, was für OSM voll ausreichend wäre. Ein Dienstleister aus Bielefeld [2], der Software für große landwirtschaftliche Betriebe macht, hat mir mal erläutert, dass die Bauern sich eigene Referenz-Signale schaffen. Am Feldrand wird ein Sender auf einen eingemessenen Punkt gestellt. Das Signal wird per Funk zum Trecker (heißt das noch so ?) übertragen. Schließlich bräuchte man zum Pflügen usw. ja CM-Genauigkeit (!), da würden die Landesdienste nicht ausreichen. Mir wurde erklärt, ein Trecker könne heute prinzipiell auch ohne Bauer pflügen, aber leider verlangt der deutsche TÜV, dass der Trecker anhält, wenn der Bauer vom Sitz kippt (Sensor im Sitz). [1] http://www.nav4blind.de/ [2] http://www.agrocom.com/de/lenksysteme/lenken-per-gps.html Was durch so ein GPS-Pflügen verursacht wird, sieht man in diesen Luftbildern (WMS): http://wms.krz.de/cgi-bin/mapserv?map=/data/wms/lb_240.map&VERSION=1.1.1&REQ... http://wms.krz.de/cgi-bin/mapserv?map=/data/wms/lb_240.map&VERSION=1.1.1&REQ... In dieser Anwendung links oben auf das freie Stück zwischen den Ortschaften positionieren: http://map.krz.de/mapwww/frames/login.php?name=b240demo&password=b240demo&mb... (Selbst erdachte) Erklärung: Die fast perfekt in Nord-Süd-Richtung gepflügten Furchen bilden Interferenzen mit den Pixeln des Bildes. Es entsteht ein http://de.wikipedia.org/wiki/Moir%C3%A9-Effekt Oder hat jemand eine andere Erklärung? So zu pflügen sollte verboten werden. Das ist bestimmt schlecht für die Augen des Betrachters ;-) -- Frank Jäger